Mission Einrad – Oder wie alltagstauglich ist ein Einrad

Mission Einrad ist ein Langzeittest für die alltagstauglichkeit eines Einrades.

Testobjekt: Sesselpupser, Coutchpotato, Nerd, 1,78cm, 78kg,  Lernfähigkeit Gut

Fitness-Level: Vorwiegend Jongleur, daher unterentwickelte Beinmuskulatur, Kondition = 0

Skill-Level: 2 und ELA 1. Stufe blaues T-Shirt

Technische Ausstattung: KH 26 Einrad, Qu-ax Alukurbeln 125mm(getausch in 145mm), Reifen Schwalbe Tabletop, Magura Bremse, Magnesium Pedale

Streckenlänge: ca. 1,9km

Steckenprofil: 2 starke Steigungen à 100m

Streckenbeschaffenheit: verschiedene Kopfsteinpflasterarten, Straßenbahnschienen, Randsteine und normale Teerfußwege.

Zwischenergebnisse: Fahren mit 145mm Kurbeln ist angenehmer als mit 125mm. – Eine Bremse erleichtert das Berg abfahren sehr. – Stark befahrene Straßen lieber schiebend überqueren. – Das Einrad ist schneller als das Auto – St. Martin ist auch nur Kommerz – An Passanten/Fußgängern kommt man mit dem Einrad leichter vorbei als mit dem Fahrrad

Endergebnis / Fazit: – noch nicht Bekannt, Test ist noch nicht beendet –

Lesen Sie den ausführlichen Testbericht Tag für Tag

Tag 1:

Die erste Fahrt ging entspannt los, man hat sich ja schließlich viel vorgenommen. Nach 100m machte sich die Oberschenkelmuskulatur bemerkbar und schrie nach einem Teststopp, ob wohl es erst los gegangen ist. Nach dem ich geschafft habe nicht auf die Beine zu hören, machte sich die Kondition mit Ihrem stärksten Mitglied, der Lunge bemerkbar. Ich bin zwar kein Raucher, aber es ist schon klar das Einrad fahren die Kondition mehr beansprucht als PHP Programmieren. Der erste Berg wurde auf raten der beiden Lungenflügel zu Fuß und Einrad schiebend überwunden. Das Fahren lief alles in allem sehr gut, wackelig war es nur bei Randsteinen und Unebenheiten. Auch das wirklich grobe Augsburger Kopfsteinpflaster, vor dem sogar Fahrradfahrer mit 32mm Reifen angst haben, wurde von dem 26 Zoll Reifen gut gemeistert. Auch gepflastete halbrunde Regenrinnen, waren noch ohne Springen zu überwinden. Ab der Hälfte der Strecke waren die Oberschenkel nur noch Matsch, die nachlassenden Kräfte verursachten einen unfreiwilligen Abstieg, natürlich vor Augsburgs coolstem Szene Kaffee (Ich verstehe nicht wie man bei 15Grad noch draußen kalten Cocktail tirinken kann). Der zweite Berg wurde wieder schiebend überwunden, dabei konnte ich ausschnaufen und mit aufreißen der Jacke die Körpertemperatur herunter bringen. Den Puls bei gefühlten 250 Schlägen und die Körpertemperatur bei Hochofenniveau wurde der Körper die restliche Strecke heimgequält. Bei einer Straßenüberquerung wurde ich fast über den Haufen gefahren.

Fazit: Ich glaube, ich mache mir längere Kurbeln drauf, die 125mm sind sehr anstrengend bei Hindernissen und Unebenheiten – Stark befahrene Straßen lieber zu Fuß überqueren

Tag 2:

Ich hatte jetzt 3 Wochen Pause, in der ich eine Magura Bremse und längere (145mm) Kurbeln montiert habe. Zwischenzeitlich habe ich auch versucht die Kondition durch sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen, etwas auf Vordermann zu bringen. Nach den ersten 100m machten sich wie üblich die Schenkel bemerkbar, naja die hatten ja heute vor dem PC auch nicht wirklich viel zu tun. Der erste Berg wurde wieder zu Fuß genommen, damit die noch immer schnaufende Lunge sich wieder beruhigen konnte. Oben am Berg wo es weiter ging bin ich dann fahrender weise an einem St. Martin und zwei Polizisten vorbei gefahren. Da St. Martin ja erst morgen am 12.11. ist, habe ich mir Gedanken gemacht ob die Polizei den St. Martin auf dem Pferd festnehmen wollte, da es sich ja um einen Betrüger handeln muß, der echte kommt sicher nicht einen Tag zu früh. Dem riesen Pferdehaufen auf dunkler Straße bin ich gekonnt ausgewichen. Nach dem Fußabdruck im Haufen zu schließen ist das einem Fußgänger nicht gelungen. Kopfsteinpflaster und alle Unebenheiten waren dank der längeren Kurbeln besser zu meistern. Die ganze Strecke ging ohne unfreiwilliges Absteigen. Der zweite Berg wurde auch zu Fuß erklommen, das Bergauffahren geben die Schenkel und die Kondition noch nicht her. Die Wegstrecke ist auf jeden fall mit dem Einrad schneller zu überwinden als zu Fuß und dauert in etwa gleich lang wie die 300m weitere Autofahrt. Rechnet man das Parken noch mit ein, ist das Einrad schneller.

Fazit: Traue nie einem St. Martin der am, falschen Tag da ist – Pferdehaufen sind gefährlich – Die Polizei sagt nichts gegen Einradfahrer auf dem Fußweg, ohne Licht, im Dunkeln – An Passanten kommt man auf dem Einrad besser vorbei